Sauberes Wasser und sichere Sanitärversorgung: Gambia stärkt WASH an Schulen

UNICEF und das gambische Bildungsministerium arbeiten derzeit gemeinsam daran, die Wasser-, Sanitär- und Hygienestandards an Schulen landesweit weiterzuentwickeln. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Menstruationsgesundheit von Mädchen. Ziel ist es, Schulen zu Orten zu machen, an denen sauberes Wasser, sichere Toiletten und grundlegende Hygiene selbstverständlich zum Lernumfeld gehören.

Am 7. September 2026 starteten UNICEF und das Ministry of Basic and Secondary Education (MoBSE) in Bakau eine viertägige technische Mission zur Weiterentwicklung von Water, Sanitation and Hygiene in Schools – kurz WASH in Schools oder WinS. Beteiligt sind neben staatlichen Stellen auch Entwicklungsorganisationen, zivilgesellschaftliche Akteure, Jugendgruppen und akademische Einrichtungen.

Im Mittelpunkt steht die landesweite Umsetzung der National WASH in Schools Guidelines. Gleichzeitig sollen bestehende Daten- und Monitoringsysteme verbessert und gemeinsame Standards für die Bewertung der WASH-Situation an Schulen entwickelt werden.

Wasser und Toiletten sind Teil guter Bildung

Eine funktionierende Schule braucht mehr als Unterrichtsräume und Lehrmaterialien. Kinder benötigen Zugang zu sauberem Trinkwasser, Möglichkeiten zum Händewaschen sowie sichere und nutzbare Sanitäranlagen.

UNICEF weist darauf hin, dass es in Gambia trotz erzielter Fortschritte weiterhin deutliche Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Schulen gibt. Besonders wichtig bleibt die Bereitstellung von Sanitäranlagen, die auch den spezifischen Bedürfnissen von Mädchen gerecht werden.

Fehlen Wasser oder geeignete Toiletten, hat das unmittelbare Auswirkungen auf Gesundheit, Würde und den regelmäßigen Schulbesuch.

Menstruationsgesundheit stärker berücksichtigen

Ein eigener Schwerpunkt der aktuellen Initiative ist deshalb die Menstrual Health and Hygiene.

Gemeinsam soll ein zweijähriger nationaler Fahrplan entwickelt werden, der die Bedingungen für Mädchen während ihrer Menstruation verbessert. Dazu gehören unter anderem private und hygienische Toiletten, verlässlicher Zugang zu Wasser sowie Wissen und praktische Unterstützung im Schulalltag.

UNICEF hatte bereits im Juni darauf hingewiesen, dass viele Mädchen in Gambia Schwierigkeiten beim Zugang zu bezahlbaren Hygieneprodukten, geeigneten getrennten Toiletten und verlässlichen Informationen zur Menstruationsgesundheit haben.

Dabei geht es nicht allein um Hygiene. Wenn Mädchen aufgrund unzureichender Bedingungen während ihrer Periode dem Unterricht fernbleiben, wird aus einem WASH-Problem unmittelbar auch ein Bildungsproblem.

Nachhaltige Lösungen brauchen mehr als Infrastruktur

Für die Helping Hands Academy ist dieser Ansatz besonders relevant. Mit unserem St. Francis School – WASH Project beschäftigen wir uns selbst mit der Frage, wie sichere Wasser- und Sanitärversorgung an Schulen praktisch und langfristig verbessert werden kann.

Entscheidend ist dabei nicht allein der Bau einer Wasserstelle oder einer Toilette. Infrastruktur muss zuverlässig funktionieren, gewartet werden können und den tatsächlichen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler entsprechen.

Genau deshalb sind gemeinsame Standards, Monitoring, Hygieneaufklärung und die Einbindung der Schulen und Gemeinden wichtige Bestandteile nachhaltiger WASH-Projekte.

Mehr über unser eigenes School-WASH-Projekt:

https://helping-hands.academy/st_francis_school_wash_project/

Gute Lernbedingungen beginnen bei den Grundlagen

Die aktuelle Initiative von UNICEF und MoBSE zeigt, dass Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene zunehmend als grundlegender Bestandteil von Bildung betrachtet werden.

Ein Kind sollte nicht deshalb schlechter lernen oder Unterricht verpassen, weil sauberes Wasser fehlt, eine Toilette nicht nutzbar ist oder grundlegende Hygienebedingungen fehlen.

WASH in Schools bedeutet deshalb nicht nur bessere Infrastruktur. Es bedeutet Gesundheit, Würde und bessere Voraussetzungen für Bildung.

Quellen: UNICEF Gambia, The Point, The Alkamba Times

Stand: 10. September 2026